Lesenswertes für Eltern

Entdeckung

384 Seiten,
€ 24,50
ISBN 3-451-14795-5

Maria Montessori: Die Entdeckung des Kindes
Paul Oswald, Günter Schulz-Benesch (Hrsg.)

Das vorliegende Werk scheint noch heute seinen Leser zu provozieren. Beispielsweise wenn Maria Montessori schreibt "Die Schule muß die freie Entfaltung der kindlichen Aktivität ermöglichen...". Eingedenk dessen, dass diese These von der Autorin 1926 verfasst wurde, werden damit ein ganzes Bündel von Fragen aufgeworfen: Was bedeutet die freie Entfaltung, wo endet sie? Wie soll Schule die freie Entfaltung fördern, auf welchen Gebieten, mit welchen Lehrmaterialien? Fragen über fragen, die die Autorin exelent beantwortet und außerdem mit Beispielen aus ihrer Erfahrung ihrer Lehrtätigkeit in den Kinderhäusern und Schulen, die sie weltweit geleitet hat, belegt. Montessori schreibt zu wichtigen Entwicklungsmaterialien in den Lernbereichen der Mathematik, der Musik, der Geometrie, der Geografie und auch der Biologie. Sie räumt mit Vorurteilen auf - etwa zu dem Für und Wider eines eigenen Gartens für das Kinderhaus und der Schule. Ein Werk mit präziser Analyse und einleuchtenden pädagogischen Schlussfolgerungen.
Bei der gegenwärtigen Suche nach neuen Bildungsprämissen unbedingt zu empfehlen.

Herder Verlag, 18. Auflg., 2002, 200 S.,
ISBN 3-451-21626-4
Maria Montessori: Grundgedanken der Montessoripädagogik
Paul Oswald, Günter Schulz-Benesch (Hrsg.)

Wer heute nach Neuansätzen in der Bildungsdebatte sucht und aktuelle Thesen dazu studieren möchte, dem sei dieses Buch empfohlen. Provozierende Überschriften wie aus der einschlägigen Tagespresse: "Der vergessene Mitbürger. Das Kind der modernen Gesellschaft; Kinder sind anders; Schlüssel zur Welt. Eine neue Erziehung..." Maria Montessori provoziert natürlich mit diesen Kapitelüberschriften und fesselt den Leser mit ihren jeweiligen Argumentationen und empirischen Belegen. Allein die Feststellung, dass der Lehrer dem Kind ausschließlich helfen soll, aber nicht lehrend oder belehrend eingreifen soll, hat letztlich einen ungeheuerlichen Umbau der gesamten Lernumgebung zur Folge: Alles Lernen muss darauf gerichtet sein, dass das Kind, der Jugendliche sich die Gegenstände seines Lernens selbständig aneignen kann und dies in allen Fachbereichen. "Der Lehrer ist nicht ... der Belehrer des Kindes, sondern der Gehilfe. Erzeigt dem Kind jede Übung mit Freundlichkeit, mit klarer Bewegung und Genauigkeit."
Für alle eine unbedingte Leseempfehlung, die sich mit der Montessoripädagogik vertraut machen möchten und Antworten auf eine zukunftsfähige Bildung suchen.

Lernen ohne Druck

Mit Illustrationen von Christiane Hansen,
Format: 12,0 x 19,0 cm, 160 Seiten, Kartoniert
€ 8,90
ISBN 3-451-05252-0

Maria Montessori: Lernen ohne Druck. Schöpferisches Lernen in Familie und Schule
Ingeborg Becker-Textor (Hrsg.)

Ganz modern und provokant: "Die Lehrerin muss verführerisch sein, sie muss die Kinder anziehen ... die Lehrerin muss wie eine Flamme sein, deren Wärme aktiviert, lebendig macht und einläd." So schreibt Maria Montessori vor knapp einhundert Jahren. Praktisch eine Handreichung und Einladung für angehende Lehrerinnen und Lehrer für ein ganz anderes Lehrern und Lernen. Für ein Lernen, das sich an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen orientiert. Von der Herausgeberin sind die Text sehr übersichtlich geordnet und kommentiert, so kann sich der Leser schnell orientieren, etwa an solchen Themen wie: Die Methode des Schreibunterrichtes, über den Grundriss der Montessorischule.


Wie Kinder ...
160 Seiten, € 8,90
ISBN 3-451-05266-0

Maria Montessori: Wie Kinder zu Konzentration und Stille finden
Ingeborg Becker-Textor (Hrsg.)

Elementar, tief und praktisch: Übungen für Kinder.

Zehn Grundsätze

160 Seiten, € 8,90
ISBN 3-451-05198-2

Maria Montessori Zehn Grundsätze des Erziehens
Ingeborg Becker-Textor (Hrsg.)

Zehn Grundprinzipien, die für den Erziehungsalltag mit Kindern zentral sind. Der praktische Überblick über die Grundgedanken Montessoris.

Herder, 1999, 384 S., ISBN 3-451-26764-0

Harald Ludwig (Hrsg.)
Montessori-Pädagogik in der Diskussion.
Aktuelle Forschungen und internationale Entwicklungen

So unscheinbar das Buch auf den ersten Blick erscheinen mag so, profund ist sein Inhalt. Hier werden neurobiologische Erkenntnisse ebenso auf den Prüfstand gestellt wie pädagogische Prämissen, denn immerhin wurde die Montessoripädagogik um die Jahrhundertwende von Maria Montessori entwickelt, warum dann also heute noch mit dieser uns abmühen, könnte mancher meinen. Weil diese Methode, die das individuelle Lernen begleitet hoch modern ist? Ja. Die AutorenInnen, die hier versammelt wurden, von den unterschiedlichsten Wissenschaften und Erfahrungsfeldern, beschreiben eindrucksvoll die Aktualität der Montessoripädagogik. Ganz gleich, ob es dabei um das Kinderhaus, die Schule oder die Erwachsenenbildung geht. Allein einer der Grundgedanken möge als Beleg hier ausreichen: Die kosmische Erziehung möchte den jungen Menschen zum einem verantwortlichen Handeln anregen, wie dies gelingen kann, belegen die Texte eindrucksvoll. Allen empfohlen, die sich produktiv in die aktuelle Bildungsdiskussion einbringen wollen.

   
Weltwissen
Originaltitel: Weltwissen der Siebenjährigen
Originalverlag: Antje Kunstmann, München 2001

Goldmann Verlag, Taschenbuch, 288 S., € 9,90 [D]
ISBN 3-442-15175-9

Donata Elschenbroich
Weltwissen der Siebenjährigen
Wie Kinder die Welt entdecken können

Natürlich fragen sich Eltern oft: Was sollte unser Kind seinem Alter entsprechend wissen, erfahren, können? Großeltern fragen nach: Müsste es nicht jetzt seine Schuhe schon allein zubinden können, Wörter seines Wortschatzes richtig schreiben und die Hauptstädte der europäischen Länder aufsagen können?
Das Buch "Weltwissen Siebenjähriger" geht diesen Fragen nach und beantwortet sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Donata Elschenbroich befragte dazu Hirnforscher, Eltern, Pädagogen, Entwicklungspsychologen und trug deren Erkenntnisse und eine "Wunschliste" zusammen. Es gelingt ihr den Leser zu fesseln, wenn sie nach den Gesprächen die Ergebnisse zusammenfasst: Mit sieben Jahren sollte man einen Nagel einschlagen, eine Schraube eindrehen, sich bücken, wenn jemandem etwas herunter gefallen ist, den eigenen Pulsschlag erfühlt haben ...
Ausgehend von diesen empirischen Feststellungen gibt die Autorin einen aufschlussreichen Einblick in die pädagogischen Maxime unserer und ausländischer Kulturen, wie die der USA, Japans oder Englands. Die Fülle der Daten und Fakten zeichnet tatsächlich ein neues Bild vom gegenwärtigen Kindsein.
Das Buch der ausgewiesenen Expertin für Bildung in frühen Jahren ist allen Eltern, Großeltern und Pädagogen empfohlen, die den Umgang mit Kindern als beachtliche Herausforderung verstehen.